wie erstelle ich eine patiententenverfügung

In Deutschland kannst du eine Patientenverfügung selbst erstellen, um festzulegen, welche medizinischen Maßnahmen du im Falle einer Entscheidungsunfähigkeit wünschst oder ablehnst. Hier sind die wichtigsten Schritte:

1. Informiere dich über die rechtlichen Grundlagen

  • Eine Patientenverfügung ist nach § 1901a BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) rechtsverbindlich.
  • Sie gilt nur, wenn du deinen Willen nicht mehr selbst äußern kannst (z. B. bei Bewusstlosigkeit oder Demenz).
  • Ärzte und Betreuer müssen sich daran halten, sofern sie medizinisch sinnvoll und situationsgerecht ist.

2. Entscheide, welche medizinischen Maßnahmen du ablehnst oder wünschst

Überlege dir konkret, welche Behandlungen du in bestimmten Situationen möchtest oder nicht, z. B.:

  • Lebenserhaltende Maßnahmen (z. B. künstliche Beatmung, Wiederbelebung)
  • Schmerztherapie und palliative Versorgung
  • Künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr
  • Organspende (kann auch separat geregelt werden)

3. Formuliere deine Patientenverfügung klar und verständlich

  • Verwende eindeutige Formulierungen, z. B.:
    "Im Falle einer unheilbaren, tödlichen Krankheit lehne ich lebensverlängernde Maßnahmen ab, soweit sie nur den Sterbeprozess verlängern."
  • Vermeide schwammige Begriffe wie "keine lebensverlängernden Maßnahmen" – beschreibe stattdessen genau, was gemeint ist.

4. Schriftliche oder digitale Form

  • Die Patientenverfügung muss schriftlich verfasst sein (handschriftlich oder digital).
  • Unterschreibe sie eigenhändig (bei digitaler Version mit qualifizierter elektronischer Signatur).
  • Optional: Lass sie von einem Notar oder Anwalt beglaubigen (nicht zwingend erforderlich, aber erhöht die Rechtssicherheit).

5. Hinterlege sie und informiere Vertrauenspersonen

  • Gib eine Kopie deiner Hausarztpraxis, deinem Betreuer (falls vorhanden) und nahen Angehörigen.
  • Trage sie im Notfallausweis oder einer Gesundheitsakte (z. B. bei der elektronischen Patientenakte) ein.
  • Bewahre das Original an einem leicht zugänglichen Ort auf (z. B. mit anderen wichtigen Dokumenten).

6. Regelmäßig aktualisieren

  • Überprüfe deine Patientenverfügung alle paar Jahre oder bei Änderung deiner Wünsche.
  • Bestätige durch neue Unterschrift und Datum, dass sie noch deinem Willen entspricht.

Muster-Vorlagen und Hilfsmittel

  • Kostenlose Vorlagen gibt es z. B. vom Bundesjustizministerium (PDF-Download).
  • Auch viele Verbraucherzentralen und Hospizvereine bieten Beratung an.

Zusätzliche Empfehlungen

  • Besprich deine Wünsche mit einem Arzt, um medizinische Aspekte zu klären.
  • Kombiniere die Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht (für finanzielle/gesundheitliche Entscheidungen) und einer Betreuungsverfügung.

Falls du unsicher bist, kannst du auch rechtliche Beratung in Anspruch nehmen. Wichtig ist, dass dein Wille klar dokumentiert ist!

Hast du noch Fragen zu bestimmten Formulierungen oder rechtlichen Details?

Die Suchergebnisse wurden von einer KI erstellt und sollten mit entsprechender Sorgfalt überprüft werden.